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Im Sommer 2005 haben wir einen Rundtörn durchs westliche Mittelmeergemacht.
Von Alghero auf Sardinien sind wir über Calgliari im Süden Sardiniens nach Bizerte in Tunesien, Sidi Bou Said, Marsalaund Palermo auf Sizilien, Vulcano und Lipari, Capri, Neapel und Fiumicino bei Rom gesegelt. Von dort gings ein wenig nach Norden (Civitavecchia) rüber nach Korsika und dann ins Maddalena Archipel und an die Costa Smeralda (Porto Cervo). Dann mussten wir wieder zurück nach Fiumicino in den Tiber bei der Isola Sacra, wo wir unser neues Winterlager genommen haben. Hier lagen wir nun im Päckchen als drittes Boot von acht (der Tiber ist fast voll von Booten)
Die feste Meinung, das tyrrhenische Meer sei im Sommer eher windarm, kann von uns nicht bestätigt werden; im Gegenteil: so viel Wind und das so oft hatten wir noch nie. Meist kam er aus südwestlichen Richtungen. 5-7 bf. waren fast der Normalzustand. Zweimal hatten wir über 8 (in Böen 10). Während wir beim ersten Mal nur mit Sturmfock segelten (6,5 ktn), behielten wir beim zweiten Mal beide Segel oben, natürlich voll gerefft. Hier schossen wir mit bis zu 8,5 ktn. durchs Wasser - all das bei meist blauem Himmel.
Trotzdem konnten wir in den meisten Fällen ankern, was bei den wahnwitzigen Preisen in den Marinas während der Hochsaison unsere Bordkasse doch sehr schonte. Mit dem Beiboot waren wir dann schnell im Geschehen; oft sogar schneller als von einer Marina aus.
Am schönsten und einfachsten lies es sich an der Costa Smeralda ankern, wo die Preise am höchsten sind. Allerdings waren wir fast das einzige Normalschiff unter den Luxusyachten, die man sonst im restlichen Mittelmeer so selten zu sehen bekommt. Ob den Eignern die Preise z.B. in Porto Cervo auch zu hoch waren? Wahrscheinlich nicht, die Liegeplätze waren für diese Dampfer einfach zu klein. Also ankern tun die auch und sie können noch nicht mal den Deckshubschrauber einsetzen, nur das steuerbord- oder backbordseitige 10m Motorboot... Unsere Gäste waren auf jeden Fall beeindruckt und fanden es doch sehr demokratisch, dass wir auch da ankern durften!
Alles in Allem ist das thyrrenische Meer ein super Segelrevier mit schönen Inseln, Buchten, interessanten Städten sowie im Normalfall im Sommer sicheren Ankerplätzen (der nächste Hafen ist ja meist direkt um die Ecke) und so wie wir es gemacht haben auch nicht zu teuer. Im Maddalena Archipel kann man sich in einsamen Buchten wochenlang aufhalten; die liparischen Inseln sind ein wenig stressig.
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