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Im Sommer 2007 bin ich mit zwei Mitseglern von Lanzarote aus nach Marokko gesegelt und dort die Küste hoch gegen den im Sommer üblichen Nordwind.
Die Tour hat 3 Wochen gedauert, dabei haben wir alle Häfen an der Atlantikküste besucht (Sidi Ifni (fast), Agadir, Essaouira,(wer weis überhaupt, dass Jimi Hendrix da mal gewohnt hat?) Safi, El Jaddida (ist im Internet wohl noch nicht so bekannt, aber es gibt schon einen Link auf unsere Seite! hier.) , Casablanca (illegal und nur ganz kurz zum Dieselbunkern; trotzdem dann 2 neue Stempel im Pass aber nicht in Gewahrsam=Knast), Mohammedia (ist wohl auch nicht so bekannt) und Tanger). Es war sehr interessant an der Atlantikküste - “ultimativ”- wie ein Mitsegler dauernd bemerkte, die Leute freundlich und überhaupt mal was ganz anderes (Bier gabs ausser in Agadir keins im Restaurant aber fangfrischen Fisch zubereitet direkt am Fischerhafen - extrem preiswert und gut!- natürlich ohne Besteck). Klar haben wir von Agadir aus einen Abstecher nach Marrakesch gemacht, dem restlichen Törn angemessen abenteuerlich mit dem Mietwagen durch den Hohen Atlas.
Zwei bis dreimal mussten wir kreuzen (bei den Kreuzseen und bis bf. 7 mehr als U-Boot ). Dicht unter Land und bei Nacht gings gut mit anliegen, wobei der Motor aber oft gebraucht wurde; Glück haben wir gehabt trotz der vielen Fischernetze und Fischerboote; nur eine Leine haben wir gefangen (ein eigenes Fall!, welches wir aber mithilfe unseres an der Welle befestigten Leinenkappers “mit vor- und zurück” zersägen konnten; sonst wärs bei den Kreuzseen mit tauchen “auf See” haarig geworden).
Marinas (also Plätze wo Yachten lagen, Wasser und irgendwie auch Strom vorhanden war) gabs nur in Agadir (nach neueren Informationen ist die im Bau gewesene schon eröffnet, aber wer will schon dahin?), Mohammedia und Tanger, ansonsten blieb nur der Platz am Fischereischutzboot oder ähnlichem. In jedem Hafen musste einklariert werden (bis zu 5 Offizielle und immer wieder die gleichen Angaben) und jeder wollte Bakschisch, (wir hatten mit preiswerten Zigaretten aus Lanzarote vorgesorgt; hat dann aber nicht ganz gereicht)- die Hafenmeister wollten schon mehr was für die Kinder.
Kein anderes Segelboot ist uns auf dem Weg hoch begegnet (nur ein Charterschiff dessen Eigner Einhand mit einem Stopp in Marokko von den Kanaren ins Mittelmeer musste und ein bulgarisches Ehepaar von Gibraltar aus mit dem Wind im Rücken.
Ich fand es wirklich interessant, die Leute freundlich, die Hafenansteuerungen und die entsprechenden Liegemöglichkeiten ” relativ “ unkompliziert zu realisieren. Von Oben ist es zu dieser Zeit (Sommer) bestimmt einfach alle diese Häfen zu besuchen , Zurück von den Kanaren gehts doch mit dieser unseren Erfahrung aber auch (nur ein wenig sportlicher). Hier die Fotoshow(Alternativen gibt es da auch verlauft euch nur nicht!)
In Gibraltar habe ich dann die Crew abgesetzt und Andrea an Bord genommen.
Gemütlich (in der” Strasse” hatten wir halben Wind und fuhren mit 9,5 ktn) sind wir über Ceuta nach Melilla gesegelt und dann noch bis zur algerischen Grenze und zurück nach Melilla mit einem abenteuerlichen Abstecher ins Mare Cicca ,( es gibt auf der Bilderseite ein Bild der Einfahrt und es soll ja schon einmal ein ähnliches Boot dort drin gewesen sein?!) Nador ist die Stadt “dadrin” oder davor.
Aufgefallen ist, dass an der marokkanischen Seite im Mittelmeer kein Bakschisch verlangt aber das Boot durchsucht wurde (?!).
Melilla ist eine interessante Stadt, die Marina schön, preiswert mit Access Point umsonst und bis spät am Morgen tobt das Leben (ein paar 100m weiter)
Es hat sich dort auch eine kleine Fahrtenseglergemeinde etabliert mit denen wir dann öfter Party gefeiert haben; ist wirklich schön, alles vorhanden (ausser dass der 100t Kran für Segelboote nicht eingesetzt werden kann weil entsprechende ”Böcke” fehlen). Naja, dann gibst wenn dann mal was passiert eben auch mal “politische”. Probleme.
Als Alternative zu marokkanischen Marinas im Mittelmeer, z.B Marina Smir (die zwar schön und auch nicht sonderlich preiswerter ist aber 30 km von der nächsten Stadt entfernt liegt) als Winterlager auf jeden Fall zu empfehlen.
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