Törn 08

Leider sind wir jetzt schon wieder zuhause.

Von Melilla sind wir über Algerien und Bizerte nach Sardinien gesegelt und dort die gesamte Ostküste hoch. Nach all den unliebsamen Erlebnissen in Algerien war Sardinien ein sehr schönes und entspannendes Erlebnis, besonders die Costa Smeralda.

Später werden wir hier mehr berichten

O.K. dann tu ichs jetzt mal:

Also, Algerien hat den Vorteil, dass Diesel nur 14 cent kostet - das wars aber auch schon!

Die Menschen als solche sind wie überall im Süden nett und gastfreundlich -(aber wer weiß das nicht schon...). Die “Obrigkeit” in Menschenform ja auch: was konnten sie aber tun gegen die anonymen Handlungsanweisungen? - und so oft ist es ja auch nicht vorgekommen dass eine Freizeityacht da vorbeikommt.

Also: Mitglieder jeglicher für so einen Fall zuständiger Institutionen sind mit mindestens 5 Leuten (und auch mit 2 armen Hunden, die ohne unser Eingreifen elendiglich verdurstet wären) bei uns an Bord gewesen - in jedem Hafen!! - Bodenbretter und all sowas müssen wir ja eh abschleifen und neu lackieren!- aber dass an den unmöglichsten Stellen die Schrauben dollgedreht sind (übrigens ohne irgendwas geöffnet zu haben) ist aber doch schmerzlich (und dabei wurde noch unser Werkzeug benutzt). Die Leute kamen von mindestens 200 km angefahren aus der nächsten Großstadt und manche Zivilsten, die sich dann auf unserem Boot schon eingefunden hatten, konnten nur durch energisches Eingreifen (von Andrea) daran gehindert werden, sich für eine Fete noch häuslicher niederzulassen.

Toll fanden wir aber, dass wir “standesgemäß” aus Algerien verabschiedet wurden:

Von der “Obrigkeit” wurde uns ein Boot nach Chetaibi geschickt (4 Stunden über bewegte See), die Besatzung bestand aus 6 Mann (einer hatte ein Matrosenringelhemd an, fungierte ab der Hafeneinfahrt als Steuermann und hat sich (verkehrt herum)- und zurückgelassen - mit einem Fernglas amüsiert ). Alle anderen mit ihren Ausgehuniformen taten zwar das gleiche wie alle anderen zuvor, waren aber überaus höflich und der Chef hat sogar Andrea beeindruckt.

Wir haben uns dann noch gegenseitig fotografiert und unsere e-mail Adressen ausgetauscht, der “Chef” hat sich auch noch entschuldigt und dann waren wir auch bald in Tunesien.

Vergessen haben wir auch auf keinen Fall die vielen Menschen, die uns unterwegs geholfen haben!!!

 

 

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